Auszeit – Der hohe Kranzberg bei Mittenwald

„Wunderschöne, leichte Rundtour, die auf knapp 13 Kilometern einiges an Abwechslung bietet“ – na, da sag ich doch nicht nein 🙂

Und schon ist das Ziel für die nächste Trainingseinheit meines Outdoor-IRENA-Programms gefunden: der Kranzberg bei Mittenwald!

Anreise mit der Bahn

Da die Strecke doch recht weit ist, beschließe ich, mit dem Werdenfels-Ticket nach Mittenwald zu fahren. Dann kann ich zum Einen unterwegs noch schlafen / dösen und zum Anderen muss ich nicht zur Hauptberufszeit an München vorbei…

Alles klappt auch einwandfrei – bis plötzlich ein Bahnübergang zwischen Starnberg und Possenhofen streikt. Und so werden aus „wenigen Minuten Verspätung“ doch über 20 Minuten. Da kann leider auch die Anschlussbahn in Garmisch-Partenkirchen nicht warten. Was mir eine knappe Stunde Aufenthalt dort verschafft. Schade nur, dass der Bahnhof nicht in nächster Umgebung schön hergerichtet ist… Und auf einen Kaffee beim Burger King habe ich jetzt auch keine Lust…

Andererseits gäbe es wesentlich schlechtere Orte – und auch schlechteres Wetter 😉

Aufstieg zum Hohen Kranzberg

Als ich somit mit einer Stunde Verspätung in Mittenwald ankomme, muss ich erstmal den Ort queren. Vorbei an Lüftlmalereien gehe ich immer Richtung „Kranzberg“.

Als ich in die Nähe des Sessellifts komme, bin ich so ziemlich die Einzige, die zu Fuß zum Kranzberg möchte. Die meisten nutzen die Bahn, um ein paar Höhenmeter zu sparen. Doch das würde ja meinem Training zuwider laufen 🙂

Und so kann ich immer wieder stehen bleiben, um ein paar Fotos zu machen und die Zeit und die Sonne zu genießen.

Einziges Manko: der schöne Weg zum Kranzberg quert teilweise die Rodelbahn. Was sich erstmal unspektakulär anhört, stellt mich vor einige Herausforderungen, da die Rodelbahn momentan rechts und links mit Elektrozäunen umgeben ist. Denn im Sommer rasen dort die MountainCarts herunter. Gut, dass ich das zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß und immer wieder den Zaun vorsichtig quere…

Vom Hohen Kranzberg aus lasse ich den Blick schweifen: auf die Berge, auf die Täler und auf die Almwiesen, wo frisches Heu gemacht wird (heigen / heugen, wie man auf Bayrisch sagt…).

Abstieg zum Ferchensee

Auf dem Weg zum Ferchensee komme ich direkt an solch einer Almwiese vorbei und spreche kurz mit dem Almbauer, der die Wiese noch mit der Sense bearbeitet. Absolut faszinierend, dass die Gegend wohl nicht für (große) Maschinen geeignet ist…

Der Weg führt immer wieder durch den Wald, so dass ich die Hitze des Tages kaum spüre 🙂

Plötzlich läutet es, als ob eine riesige Kuhherde ausgebrochen ist. Owei! Und nun? Was passiert jetzt!?

Und schon kommen die Auslöser dieses Lärms mir entgegen: eine große Herde von Ziegen. Im Eiltempo breiten sie sich auf dem Weg und den umliegenden Grasflächen aus. Sicherheitshalber mache ich einen Schritt zur Seite (nur: zu welcher?), denn die Ziegen beim Nachbarn meiner Eltern waren häufig auf Kollisionskurs aus, als ich klein war…

Schon nach wenigen Minuten ist der Spuk vorbei und ich wandere weiter Richtung Ferchensee. Dank der dortigen Bushaltestelle (eigentlich unvorstellbar, aber wahr…) sind viele Leute unterwegs – und auch viele beim Baden.

Verspätete Mittagspause an der Ederkanzel

Ich lasse den See linker Hand liegen und wandere weiter zur Ederkanzel. Und schon kommen mir wesentlich weniger Menschen entgegen. Denn zum Einen führt der Weg wieder bergan – und auch eine Bushaltestelle ist nicht mehr zu finden 😉

Natürlich brauche ich erstmal eine vernünftige Stärkung. Und so gibt es eine Riesenportion Schinkennudeln. Wenn ich auch anfangs geglaubt habe, dass ich sie nicht schaffe, stelle ich nach einer halben Stunde fest: weg sind sie! Na, da hatte ich wirklich Hunger bei meiner verspäteten Mittagspause…

Gas geben beim Rückweg

Und weil ich insgesamt für die Fahrt, den Weg und die Pausen länger gebraucht habe als gedacht, überlege ich, wie ich am besten den Zug um 15:30 erwische… Zu Fuß könnte es eng werden. Und meine Muskeln könnten es mir vielleicht noch übelnehmen… Und so spurte ich schnell zur Bushaltestelle am Lautersee, um dann ganz gemütlich zum Bahnhof zu fahren 🙂

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