El Castillo: Ab in den Dschungel zu Heidi!

Frühstück am Fluss

Nach meinem super leckeren Frühstück mit Obst, Saft, Kaffee, Gallo Pinto, Toast und Eiern (huevos revueltos – ich kann mittlerweile wichtige Sachen auf Spanisch bestellen 😉 ) mache ich mich auf den Weg zur Nena Loge, um mit Ruben, Alejandra und Yoly in den Dschungel zu starten. Zuerst muss ich mir allerdings Gummistiefel besorgen, die man praktischerweise im Haus nebenan für 1 US-Dollar leihen kann.

Ab in den Dschungel zu Indio Maiz und wilden Tieren

Mit dem Boot fahren wir bis Barola auf dem Rio San Juan.

Dort steigen wir aus, da hier der kleine Rundweg durch Indio Maiz beginnt.

Leider hat ein Hurrican im letzten Jahr ziemlich gewütet, so dass keine Baumriesen zu sehen sind. Doch schon auf den ersten Metern sehen wir einen Pfeilgiftfrosch, Blattschneiderameisen und und und.

Nachdem wir beim ersten Matsch noch recht stark darauf bedacht waren, die Gummistiefel bloß nicht dreckig zu machen, ist uns das zunehmend egal.

In den Bäumen versteckt sich ein Trogane und auch sonst sehen wir hin und wieder ein paar Tiere.

Meist Insekten in absoluter Camouflage, die wir nur dank unseres Guides überhaupt wahrnehmen.

Und da wir noch nicht ausreichend giftige Tiere gesehen haben, kreuzen noch eine Tarantel, diverse Käfer, ein anderer Pfeilgiftfrosch, eine Schlange und dergleichen unseren Weg. Genauso wie 400 Jahre alte Mandelbäume, ein Strauch mit dem vielsagenden Namen „Lippen der Nutte“ sowie einem Busch mit einem Gegengift gegen fast alles – damit man zumindest bis zu Eintreffen des Schamanen überlebt 😉

Die Tour ist eh recht unterhaltsam: unser Guide spricht für mich extra langsam in Spanisch, meist übersetzt mir Yoly nochmal ins Englische und hin und wieder erklärt mir der Guide das Ganze auch noch in Deutsch. Gefolgt von Gesprächen über Heidi und dergleichen. Wirklich überraschend, welche Leute man im Urlaub trifft.

Und auch Fußspuren des nachtaktiven Tapirs sehen wir. Am „Eingang“ von Indio Maiz sehen wir jede Menge Fische am Boden herumliegen. Unser Guide erklärt uns, dass das brasilianische Fische sind (womöglich Welse / Glyptoperichthys xinguensis / Pterygoplichthys xinguensis, wenn ich richtig gesucht habe…). Und da diese die lokale Fauna und Flora bedrohen, werden sie von den Soldaten hier geangelt und einfach auf dem Boden liegen gelassen, wo sie letztlich verenden…

Zum Abschluss tuckern wir noch ein bisschen den Rio Bartola hinauf, wo ein paar Brüllaffen sich in den Baumkronen herum schwingen. Zurück am Rio San Juan halten wir für eine kurze Stärkung an: frische Orangen und Kokosnüsse direkt vom Baum. Echt lecker!

Die Piraten kommen!

Nachdem wir wieder gut in El Castillo angekommen sind, spaziere ich nach einer warmen Dusche zum namensgebenden Castillo und genieße die Aussicht.

20171210-1534_Nicaragua_ElCastillo_Panorama

Kein Wunder, dass die Spanier schon vor 500 Jahren hier den Fluss entlang nach britischen Piraten Ausschau gehalten und diese auch bekämpft haben.

Am Castillo spielen einige Kinder – würden wir ja nicht anders machen 🙂 Und die Aussicht auf die Gegend herum ist wirklich gut… Gut, dass die Zeiten der britischen Piraterie hier vorbei sind.

Zurück gönne ich mir einen kleinen Umweg durch das Dorf, um etwas mehr über das Leben hier zu erfahren.

Zum Abendessen treffe ich mich mit Yoly und wir besprechen, wie ich am nächsten Tag mit ihnen von San Carlos nach Granada zu meiner nächsten Station fahren kann.

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