Ross- und Buchstein – wer war noch nicht dort?

Der Buchstein – für manche schon ein richtiger Hausberg. Und wer war noch nicht dort? Genau! Ich! Zeit also, das mal zu ändern…

Nachdem das Wetter nicht so gut gemeldet war (also auf gut bairisch: net so machtig), hab ich mir gedacht, dass ich früh los ziehe und so gegen 15 Uhr wieder am Auto sein möchte, damit ich auch ja nicht nass werde. Regensachen gehören natürlich trotzdem in den Rucksack – das Wetter macht ja leider nicht immer das, was frau sich wünscht 😉

Und so habe ich den Roß- und Buchstein gewählt – denn bei der aktuellen Wetterprognose sollte er auch am Wochenende nicht so überlaufen sein, wie es wohl sonst immer der Fall ist.

Aufstieg

Vom Parkplatz aus geht es recht entspannt nach oben – und heute bin ich definitiv nicht die Langsamste am Weg 😉

Das Wetter ist zwar nicht das Beste, hält aber immerhin. Und zwar nicht nur von oben – sondern auch jede Menge anderer Leute ab, ebenfalls um die Uhrzeit hier zu sein 🙂 Und so gibt es auf dem Weg genügend Zeit und Platz für mich, ein paar Fotos zu machen.

Von der Sonnberg-Alm sehe ich mein Ziel: Roß- und Buchstein – und in der Mitte die Tegernseer Hütte. Na, dann kann es ja nicht mehr allzu lange dauern.

Am Gipfel – zumindest am Roßstein

Da der Weg bisher recht einfach war, entscheide ich mich für den schwarz markierten Pfad. Kletterstellen inklusive. Und da ich bei solchem Gelände automatisch in den Krebsgang verfalle, werde ich natürlich auch von einigen Schnellkraxlern überholt. Kein Problem. Man sieht sich ja – am Gipfel oder in der Hütte 🙂

Als ich am Roßstein angekommen bin, gönne mir erstmal ein bisschen Knabbereien aus meinem Rucksack – ich möchte ja schließlich nicht das ganze Gewicht wieder nach unten tragen. Den Ausblick gibt’s bei Sonne sicherlich noch schöner. Doch auch so hat man eine gute Vorstellung davon, wie weit der Blick reichen könnte.

Auf der Tegernseer Hütte kehre ich auf ein kühles Radler ein und suche mir einen luftigen Platz vor der Hütte. Denn irgendjemand scheint wohl eingeheizt zu haben – und mir ist es drin einfach zu warm.

Abstieg mit vierbeinigen Hindernissen

Nachdem ich ausreichend Höhenluft für heute getankt habe, breche ich von der Tegernseer Hütte auf – und übersehe komplett die Abzweigung zum Buchstein…

Irgendwann merke selbst ich das. Stellt sich die Frage: zurück und nochmal hochkraxeln? Oder die Ruhe und Kraft mitnehmen und weiter bergab? Ich entscheide mich für letzteres (so habe ich nämlich einen guten Grund, nochmal hierher zu kommen 😉 ) und wandere über den Bettelstein nach unten.

Bei der Roßstein-Alm frage ich mich dann kurz, ob der Weg tatsächlich so querfeldein führt, wie es aussieht… Ja, tut er. Und als er dann irgendwann doch wieder breiter wird, weiß ich, dass ich nicht komplett daneben liege.

Pünktlich um 12 Uhr gibt’s dann auch das Mittagsläuten. Hier oben stilecht von den Weidekühen vorgebracht.

Was ich allerdings nicht so eingeplant hatte: die Kühe sind dann auch mitten auf „meinem“ Weg. Und stärker,  größer und schwerer als ich Und in Überzahl. Ja wunderbar!

Also mal ein beruhigendes Liedchen summen und hoffen, dass es noch keine narrischen Schwammerln für die Kühe heute gab…

Irgendwie können die Kühe und ich uns einigen, so dass ich mit jeder Menge Matsch an den Schuhen an ihnen vorbei und zur Buchstein-Hütte komme.

Auf dem weiteren Weg habe ich ein Déjà-Vu: die Schaukel kenne ich doch… Und den Wegweiser doch auch… Da war ich doch heuer bei der Abzweigung anders gelaufen: Genau! Zum Seekarkreuz mit Schneeschuhen!

Und meine Erinnerung sagt mir: bleib lieber auf dem Waldpfad statt die Forststraße zu nehmen. Die war im Winter super glatt – und ansonsten super langweilig.

20170723-1351 _Buchstein_AbstiegDoch auch so zieht sich der Weg langsam etwas. Denn gut zwei Stunden Aufstieg und fast schon drei Stunden Abstieg – dieses Verhältnis habe ich sonst eher selten… Doch was ein Rundwanderweg sein will, kann auch so aussehen.

Nur leider geht meine Laune etwas weiter in den Keller, als ich die letzten Kilometer auf ebener Strecke und Forstweg zum Auto zurücklaufen muss. Da ist auch der Wasserfall am Wegesrand nur ein geringer Trost…

Fazit

Aufstieg zum Roß- und Buchstein war schön – und nur nach der Sonnberg-Alm wirklich anstrengend. Der Abstieg über Bettelstein, Roßstein-Alm und Buchstein-Hütte ziemlich einfach – und der Weg danach für mich zu unspektakulär 😉

Zusammenfassung

Höhenmeter 891 m
Strecke 14,6 km
Niedrigster Punkt 823 m
Höchster Punkt 1619 m
Dauer (mit Pausen) 6 Stunden
Dauer (ohne Pausen) 5:15 Stunden
Gebiet Tegernsee
Entfernung von München 70 km
Einkehrmöglichkeiten Tegernseer Hütte, Buchstein-Hütte
Tourbeschreibung Outdooractive
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