Nebelhorn – wie ein Teamevent der Kälte trotzt

Zwei Tage Oberstdorf. Mit dem Highlight „Käsefondue“ im  Iglu am Nebelhorn. Na, da bin ich doch dabei. Und wenn das auch noch zum Teambuilding mit Kollegen und Softwarepartnern beiträgt, dann beteiligt sich sogar die Firma an den  Kosten.

Mit der Nebelhornbahn geht es nach oben

Und so kommt es, dass ich nach einem produktiven Workshop am Vormittag in Winterwanderhose, Fleecepulli und Daunenjacke geschlüpft bin. So eingemummelt geht es mit der Gondel Richtung Nebelhorn. Wir Greenhorns (nicht alle kommen aus Bayern…) sind natürlich etwas überfordert von der Gondelbahn, bei der man sogar umsteigen muss. Zum Glück ist mindestens ein Auskenner dabei, der seinen Job als Eventmanager hervorragend ausfüllt,  und uns in die richtige Richtung lotst.

Die zweite Gondel bringt uns auf 1932 m zum Höfatsblick. Hier soll irgendwo die Iglu-Lodge stehen, in der als Highlight ein Käsefondue auf uns wartet. Nur wo genau ist die…? Denn Schnee und tolle Ausblicke gibt es ringsum genügend.

Da wir Kaiserwetter haben, erkunden wir etwas unkoordiniert die nähere Umgebung und verlangen sicher dem ein oder anderen Skifahrer ein „Kruzifix, immer diese Wanderer an der Piste“ ab… Nach ein paar Minuten kommt unser Eventmanager mit guten Nachrichten zurück: er weiß jetzt, wo die Iglu-Lodge ist! Also spazieren wir gemütlich dorthin und sind schon gespannt, was uns dort erwartet.

Iglu-Lodge – Käsefondue für hungrige Mägen

Zum Aufwärmen gibt es Glühwein oder Kinderpunsch – und einiges an Gelächter. Denn einer der beiden Iglu-Guides wartet immer noch bei der Gondelstation auf uns. Da wir uns nicht verlaufen haben, kann er nun also zur Unterstützung dazu kommen.

Das Iglu-Restaurant ist mit Schnee- und Eisskulpturen toll ausgestattet – und auch „Werbeplakate“ sind zu finden. Im roten Separee genießen wir unser Käsefondue, bis der Käse schon fast schnittfest ist. Was läuft da denn schief? Brenner ist ja an… Sind die 0 Grad Umgebungstemperatur wirklich so kontraproduktiv? Am Nebentisch sehen wir, welche Lösung die Kollegen: beim Rechaud einfach den Deckel abbauen und schon blubbert der Käse wieder schön vor sich hin. So schaffen wir auch den letzten Rest 🙂

Vollgestopft bis oben hin sind wir bereit, die Iglu-Lodge zu besichtigen. Highlight ist sicher der Whirlpool, der von den Übernachtungsgästen genutzt werden kann.

Somit ist der „offizielle“ Teil beendet und wir haben die Qual der Wahl:

  1. mit der Gondel auf den Gipfel des Nebelhorns fahren
  2. den Panoramaweg entlang wandern
  3. die Sonne im Bergrestaurant genießen
  4. mit dem Schlitten die Rodelbahn unsicher machen

Ich entscheide mich für die Kombination aus 2. und 4..

Panoramaweg und Rodeltour

So geht es zur Verdauung erstmal auf einem schön gewalzten Weg entlang, bei dem neben Gemsen sogar Spuren der berüchtigten Schnee-Engerl zu sehen sind.

Die Gegend ist wirklich top – und jeder überlegt, wann er wieder hierher kommt.

Als der Weg zu Ende ist, gesellen wir uns zu ein paar Kollegen ins Bergrestaurant und gönnen uns einen Kaffee. Nur leider hat sich die Sonne mittlerweile hinter ein paar Wolken versteckt. Doch das tut dem Tag keinen Abbruch.

Aufi auf an Berg muss i – oder doch runter?

Mit der Gondelbahn fahren wir eine Station nach unten, wo wir Schlitten bei der Seealpe organisieren. Und zwar richtig typische Holzschlitten. Manche haben scheinbar das Super-Sportmodell bestellt, das von den typischen 30 cm auf etwa 25 cm  tiefer gelegt ist 😉

Nacheinander stürzen wir uns bergab. Mit den Füßen bremsen und lenken. Gleich an der zweiten Kurve schaffe ich es so zielgenau, mir eine große Ladung vom sulzigen Schnee ins Gesicht zu wirbeln. Egal – lachen und weiter geht’s!

Ein anderer Fahrer hat mehr oder weniger freiwillig beschlossen, bei einem geraden Teilstück den Schnee genauer zu erkunden. Ok, keine größeren Blessuren, also: lachen und weiter geht’s!

Zwei Kurven später stehen zwei Kollegen am Rand und wundern sich: „Was? Du schaffst die Kurve? Das geht doch gar nicht…“ Klaro geht das – wenn man halbwegs langsam unterwegs ist und mit rabiatem Wanderschuh-Einsatz nach rechts lenkt. Ein kleiner Plausch ist natürlich auch drin und so warten wir auch auf den Kollegen,  der den Schnee probiert hat. Gemeinsam geht es weiter bergab, wo sogar ich mal jemanden überholen darf 🙂

Das letzte Teilstück verläuft entlang der Skipiste. Angeblich sehr steil. Bei der Fahrt merkt man dann allerdings, dass es doch eher etwas übertrieben ist – schließlich schaffe sogar ich es da runter 😉

Und so geht das Team-Event schließlich in den gemütlichen Teil des Abends über – frei nach dem Motto: was in Oberstdorf passiert, bleibt in Oberstdorf.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s