Skifahren am Wilden Kaiser in Scheffau

Beim Wilden Kaiser war ich ja schon mal – allerdings zum Wandern.

Heute geht es erstmals zum Skifahren für mich dorthin. Genauer gesagt nach Scheffau. Warum? Weil die Gruppe es vorschlägt, mit der ich fahre. Mal schauen, wie es da ist… Skiwelt am Wilden Kaiser – über 200 Pistenkilometer. Na, die brauche ich nicht. Immerhin war ich jetzt schon einige Zeit nicht mehr beim Skifahren.

Meine Skiausrüstung lasse ich weitgehend daheim, denn zu fünft ist das Auto definitiv voll – für Skier ist da kein Platz, doch der Helm passt locker in den Kofferraum. Und so leihe ich mir Skier direkt bei der Talstation, denn sonst kommt vor Ort wieder das Thema „wie transportiere ich 5 Paar Ski und 5 Leute mit einem VW Golf über einen Kilometer…“ auf.

Sicherheitshalber fotografiere ich gleich mal an der Talstation meine Skier, damit ich sie in der Mittagspause auch wieder finde. Und dann geht es schwuppdiwupp mit der Gondel nach oben. Erstmal Treffpunkt für die Mittagspause ausmachen – 13 Uhr… Naja, spanische Zeiten halt… Ob ich das so lange durchhalte? Immerhin habe ich beim Auto noch zwei Bananen verdrückt 😉

Auf geht’s zur ersten Abfahrt!

Und schon steht die erste Abfahrt an – die Piste ist blau und unsere gesamte Gruppe fährt hinunter. Irgendjemand sollte ja mal den Anfang machen und so übernehme ich diese verantwortungsvolle Aufgabe. Als sich die Piste teilt, bleibe ich stehen und warte. Und warte. Und warte. Nach etwa fünf Minuten stehe ich immer noch alleine am Rande der Piste. Mist… Die Skier habe ich fotografiert, nur was haben meine Mitfahrer an!? Und warum wissen sie nicht, dass man an der Piste sich zusammenrottet, wenn sich die Piste teilt? Ahhh… Andere Leute, andere Sitten. So kanns gehen. Da reichen dann weniger als 500 Meter Abfahrt, um sich aus den Augen zu verlieren. Hmmm. Am besten einfach nochmal die Piste runter fahren. Doch auch beim zweiten Mal weiß ich nicht, welche Klamotten sie anhaben und so beschließe ich, die Aussicht bei Kaiserwetter zu genißen und erstmal alleine weiterzufahren.

Gegenüber ist ein anderer Lift, bei dem die Piste auch recht human aussieht. Also rauf und unterwegs fragen, wo die Piste gut ist (also: rechts oder links neben dem Lift? – Rechts zwischen den Bäumen…). Und so kurve ich ein bisschen im Skigebiet Scheffau herum, bis ich wieder zwei aus meiner Gruppe finde. Juhu! Klaro fahren wir gemeinsam weiter. Blaue Pisten? Klaro, kann ich… Ich fahre voraus und warte immer wieder mal, damit wir zusammen bleiben. An einer Pistenteilung bleibe ich stehen. Und warte. Und warte. Nein! Das Spielchen kenne ich schon… Also fahre ich wieder alleine weiter. Und zwar ein paar rote Pisten, bei denen ich froh bin, dass die beiden anderen nicht mit gefahren sind.

Irgendwann treffe ich nochmal zwei andere aus der Gruppe und beschließe, dass ich jetzt hinterher fahre. So kann ich die beiden nicht mehr aus den Augen verlieren. Super Idee und funktioniert sogar! Gemeinsam fahren wir weiter in der Skiwelt herum, bis es Zeit zum Mittagessen ist. Leider hat sich mittlerweile der blaue Himmel verabschiedet und alles ist etwas grau – doch die Sicht ist nach wie vor auf der Piste gut.

Mittagessen

Bei der Hütte gibt es einen verglasten Außenbereich, wo wir uns alle wieder treffen – was bei neun Leuten nicht ganz so einfach ist. Tagesangebot: Knödeltrio in zerlassener Butter mit Parmesan obenauf. Perfekt! Was will man mehr?

Nach dem Mittagessen kurven wir noch gemeinsam weiter, was sogar halbwegs problemlos funktioniert. Ich habe beschlossen, als Lumpen- und Stöckesammler hinterher zu fahren 🙂 Gegen 16 Uhr wollen wir dann wieder Richtung Tal starten, weshalb ich mich nochmal von der Gruppe trenne und etwas flotter und auch nochmal auf einer roten Piste unterwegs bin. Allerdings schaffe ich es da doch tatsächlich, mir wohl eines der wenigen nicht präparierten Teilstücke zwischen zwei Pisten auszusuchen. Kann ja auch nur mir passieren. Also bin ich etwa 5 Minuten damit beschäftigt, wieder irgendwie auf die Piste zurückzukommen – auch wenn das heißt, dass ich mich zwischen ein paar Bäumchen durchhangeln muss…

20170204_streckeUnd als es gen Tal geht, setze ich auf die Gondelvariante, da ich doch schon langsam müde werde.  Und außerdem hat am Morgen bei der Auffahrt eine Dame erzählt, dass die blaue Abfahrt recht vereist ist und die rote die bessere Variante ist. Da kann ich jetzt doch drauf verzichten.

Am Ende stehen über 4000 Höhenmeter und 25 Kilometer auf meiner Skikarte – wohl auch deshalb, weil die Talabfahrt nicht mit der Gondel gerechnet wurde 😉

Fazit

Scheffau würde ich jetzt nicht unbedingt für blutige Anfänger empfehlen, da die meisten blauen Pisten Ziager (ich glaube, das heißt „Ziehwege“ auf hochdeutsch…) sind. Und ich fahre lieber Kurven, als es nur „laufen zu lassen“ (nein, kein gelber Schnee…). Wer gerne rote Pisten fährt, ist hier wohl genau richtig. Der Schnee war – wohl auch wegen des Tauwetters – teilweise sulzig und an manchen Ecken gab es auch leicht vereiste Stellen. Das gehört halt zum Skifahren dazu 😉

Am Lift habe ich nirgends lange warten müssen. Allerdings bin ich auch zum ersten Mal einen Sessellift gefahren, bei dem man die Füße nicht abstellen konnte. Würde mich ja interessieren, ob das ein neues Konzept ist oder der Lift einfach so „kurz“ war, dass sich die Betreiber das gespart haben. Ich war übrigens nicht die Einzige, die sich darüber gewundert hat. Ein Mitfahrer hat mich nämlich gefragt, ob das jetzt ein neuer Trend ist – hoffentlich nicht…

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