Deadlock am Recyclinghof – der ganz normale Samstag-Morgen-Wahnsinn ;-)

Es ist Samstag. Zeit für Hausputz. Oder Einkaufen. Oder Beides…

Und es ist Winter. Also tendiert man da ja gern mal dazu, mit dem Auto zum Einkaufen zu fahren.

Doch die Sonne scheint…

Und deshalb dachte ich mir, macht doch das Einkaufen zu Fuß durchaus Sinn. Denn so hab ich gleich noch einen kurzen Spaziergang von etwa zwei Kilometer dabei.

Meine Route habe ich mir im Vorfeld bereits zurecht gelegt – zum Glück ohne irgendwelche Kartendienste, weil ich doch ab und zu mein Hirn fordern möchte 🙂

So führt mein Weg zuerst zur Bank (ja, das Scheinfach im Geldbeutel ist schon wieder fast leer…), dann zu den üblichen Verdächtigen (Drogerie- und Supermarkt) und zu guter Letzt zum Recyclinghof.

Dort war ich bisher noch nie in Erding. Denn Papier und Glas kann ich hervorragend etwa einen Kilometer entfernt vom Recyclinghof in einen Container werfen. Und für Kunststoff gibt es zum Glück den „Gelben Sack“. Recyclinghöfe kenne ich deshalb nur von niederbayerischen Landkreisen, die im „Gelben Sack“ eine wahre Ausgeburt des Bösen sehen (anders kann ich mir nicht erklären, warum man fast schon mit dem Todesblick bestraft wird, wenn man Folien nicht nach der Größe getrennt in unterschiedliche Behälter wirft. Und dass ein Joghurtbecher nicht gemeinsam mit der Milchtüte entsorgt werden will, versteht sich ja nach deren Meinung von selbst…). Und die Rolle mit dem „Gelben Sack“ hatte ich vor gut einem Jahr bei der Umzugsmeldung geholt. Nur ist die nun endgültig leer, so dass ich mich auf die Pirsch mache, um Nachschub zu besorgen…

Mein Nachbar hat mir den Tipp gegeben, einfach mal nach der Arbeit beim Recyclinghof vorbeizuschauen, denn der hat bis 18 Uhr offen. Habe ich allerdings diese Woche nicht geschafft, so dass ich nun am Samstag dorthin gehe.

Und gehen ist in  diesem Fall wörtlich gemeint. Was gut ist: denn kaum biege ich um die Ecke, sehe ich das reinste Verkehrschaos: Linksabbieger von der Hauptstraße, die in den Recyclinghof wollen; Linksabbieger vom  Recyclinghof, die auf die Hauptstraße wollen. Und dazwischen Autos auf der Hauptstraße, die entweder geradeaus fahren wollen – oder rechts in den Recyclinghof abbiegen wollen. Damit der Spaßfaktor steigt, hat Erding auch 100 Meter vom Recyclinghof entfernt einen sehr belebten Kreisverkehr gebaut. Und auch nur etwa zehn Parkplätze im Recyclinghof spendiert.

Und da wir ja in Deutschland sind, geht es natürlich beim Abbiegen streng nach Vorschrift und Dickschädel zu: erst müssen die von der Hauptstraße in den Recyclinghof abbiegen, bevor man von dort hinausfahren darf.

Was logischerweise in einem klassischen Deadlock endet. Wer jetzt nicht aus der IT-Ecke stammt, kann vielleicht mit diesem Begriff nicht so viel anfangen. Im Endeffekt könnt ihr euch das so vorstellen: München, Rush-Hour, U-Bahn. Ein- und ausgestiegen wird durch die gleiche Tür (also nicht wie am Marienplatz…). Und die Einsteiger drängeln um die Wette, so dass die Aussteiger gar keine Chance haben, die U-Bahn zu verlassen. Am Ende erreicht keiner etwas…

So war es also auch am Samstagmorgen am Recyclinghof in Erding… Ich glaube, dass in den paar Minuten, die mein Weg zur Box mit den „Gelben Säcken“ gedauert hat, kein Auto vom Parkplatz fahren konnte, zwei weitere sich allerdings von der Hauptstraße rein gedrängelt haben und sich letztlich alles bis zum Kreisel zurückgestaut hat, der zentraler Angelpunkt ist, wenn man zu den Super- und änderen Märkten in Erding-West möchte.

Bin ich froh, dass ich zu Fuß unterwegs bin und so mit einem leichten Schmunzeln um die Lippen dem samstäglichen Recyclinghof-Wahnsinn entgehen kann 🙂

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