Bhrakha – Manang – Gunsang – Yak Kharka (4050m)

Nachem ich nun auch eine „Luxussuite“ mit attached bathroom habe, kann ich richtig gut schlafen. Allerdings hört es sich so beim Aufwachen an, als ob es regnet. Sollte etwa heute kein blauer Himmel auf mich warten? Aufgeregt stürze ich hinaus: zum Glück erweist sich das als Fehlalarm und wir haben wieder schönsten Sonnenschein. Die Prasselgeräusche stammen vom nahe gelegenen Fluss…

Nach dem Frühstück bricht ein Teil unseres A-Teams zur Bhrakha Gompa auf. Dort lagern Jahrhunderte alte Manuskripte und es verbinden sich Elemente aus Hinduismus und Buddhismus. Sicherheitshalber haben wir vom Guesthouse dort anrufen lassen, so dass wir bereits erwartet werden. Nachdem wir die Eintrittsgebühr gezahlt haben, können wir diese Schätze bewundern. Am Ende erhalten wir noch den Segen für Thorung La, ein passendes Bändchen um den Hals sowie einen Punkt auf die Stirn.

Mit etwas Verspätung starten wir nun, um uns gleich im nächsten Ort (Manang) mit Kaffee und Kuchen zu stärken. Von dort brechen wir Richtung Thorung La auf. Langsam steigt der Weg an, der immer wieder eine Yak-Herde kreuzt. Hier halten wir uns an den Rat von Lonely Planet und der Annapurna-Circuit-Broschüren: das Yak immer auf der Berg-zugewandten Seite überholen, damit es einen nicht aus Versehen den Berg hinunter schubsen kann…

Unterwegs treffen wir einen Nepali aus Pokhara, der ziemlich erledigt aussieht und ständig sein Mountainbike schiebt – bergauf und bergab… Ob er damit wirklich bis Jomsom kommt, bezweifeln wir alle. Denn aus unserer Gruppe sieht keiner so erschöpft aus wie er. Da wir auch nicht verstehen, warum er bei einer ebenen oder abfallenden Strecke nicht fährt, fragt unser Indiana Jones, ob er kurz seine Stöcke gegen das Mountainbike tauschen darf. Ja, darf er. Und schon dreht er eine Runde, die wir natürlich entsprechend anfeuern. Und da scheint auch der Nepali wieder vom Mut gepackt zu sein. Zumindest steigt er anschließend selbst aufs Rad – um dann bei der nächsten Steigung das Rad erneut zu schieben. Warum, weiß wohl nur er…

Auf dem Weg sehen wir immer häufiger Pferde und auch Reiter aus der Mustang-Region. Ob die amerikanischen Mustangs aus dieser Region stammen, bezweifeln wir. Denn schließlich heißt eine Stadt hier auch „Lo Manthang“…

Wir kommen unter anderem durch das Dorf Gunsang. Natürlich stoppen wir hier nochmal für einen Tee und genießen das atemberaubende Panorama ringsum.

Recht relaxed kommen wir so in Yak Kharka an, wo bereits die andere Gruppe (unsere Illuminati) auf uns wartet und schon ein Guesthouse organisiert hat.

Zum Glück erkrankte keiner von ihnen an der Höhenkrankheit, wie wir es befürchtet hatten. Denn unterwegs haben wir jemanden an einer Wegkreuzung gefragt, wie lange er aus Richtung des Tilicho Lakes bis dorthin gebraucht hat. Nachdem er unsere Frage beantwortet hat, meinte er, dass am Morgen bereits viermal der Hubschrauber vom Tilicho Base Camp Leute nach Manang ausgeflogen hat, die an der Höhenkrankheit leiden.

Zusammenfassung

20161109_weg

 

  • Strecke: 12,1 Kilometer
  • Dauer: 2:50 Stunden
  • Höhenmeter: 720m
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