Wanderung mit Homestay im Pak Ou District

Mit Green Discovery ins Pak Ou District

Pünktlich bin ich bei Green Discovery, wo erstmal Chaos angesagt ist: zahllose Lao wuseln durcheinander und keiner ist für mich scheinbar ansprechbar.

Nach kurzer Zeit hat sich alles geklärt, mein großer Rucksack ist im Hinterzimmer verstaut und ich starte mit einem italienischen Pärchen und unserem Guide in Richtung Wildnis: ein Tuktuk bringt uns zum Kleinlaster von Green Discovery.

Damit halten wir auf halber Strecke an einem Markt und unser Guide kauft noch frisches Obst für uns ein. Danach heißt es: esst soviel ihr könnt! Denn jetzt geht unsere Trekkingtour los. Es ist angenehm warm und wir haben einige Bäche zu überqueren, so dass ich regelmäßig mit einem Schuh im Wasser stehe, was bei der Temperatur nur halb so schlimm ist 🙂

Mittagessen am Bach

Mittagessen gibt es direkt neben einem Bach an einem schattigen Plätzchen. Als Tisch dient uns ein Bananenblatt, auf dem alles ausgebreitet wird: Spinat, Gemüse, frittierte Kartoffeln mit Chilisauce… und natürlich Sticky Rice für jeden. Die Italienerin hat da schon kaum mehr Hunger, weil sie bereits etwas krank ist.

Besuch eines Hmong-Dorfes

Gestärkt machen wir uns auf ins erste Dorf, in dem Hmong wohnen und lernen davor noch „Hallo“ (jojong) und „Danke“ (Wotschau) auf Hmong. Kaum sind wir im Dorf, stürmen von allen Seiten Frauen und Kinder den Platz, um Armbändchen zu verkaufen. Wir legen unfreiwillig eine längere Pause ein, da sich die Italienerin übergeben muss und sich zum Schlafen hinlegt. Mr. Pachay Lee versucht in der Zwischenzeit, sich auf Lao oder Hmong mit mir zu unterhalten, zeigt mir sein Gästebuch, das seit 2006 von Touristen aus aller Welt beschrieben wird, und gibt es mir, um mich ebenfalls darin zu verewigen. Der Guide geht mit mir eine Runde durchs Dorf und erklärt mir einiges zur Lebensweise der Hmong. Unterwegs kommen wir bei einer Stickerin vorbei, die Tücher für Hmong-Hochzeiten bestickt. Pro Tuch wären 100.000 Kip fällig.

Irgendwann hat sich die Italienierin soweit erholt, dass wir den Aufstieg ins höhergelegene Dorf in Angriff nehmen, wo wir auch übernachten werden. Leider stellt sich beim ersten Anstieg heraus, dass es für für die Italienierin zu anstrengend ist. Der Guide organisiert deshalb einen Traktor, mit dem das Pärchen kurzerhand hoch gefahren werden, während der Guide und ich zu Fuß weiter gehen.

Homestay im Khmu-Dorf

Oben angekommen verbringe ich den Großteil der Zeit allein, da der Italienerin immer noch übel ist und sich ihr Freund um sie kümmert. Ich drehe eine Runde durchs Dorf und sehe den Kindern beim Spielen zu. Das Händewaschen am Dorfbrunnen dauert eine gefühlte Ewigkeit: dauernd geht jemand zum Wasser… Irgendwann fasst sich der Guide ein Herz und weist mich irgendwann darauf hin, dass ich nicht warten darf, bis keiner mehr am Wasser ist. Vielmehr geht jeder mal kurz zum Wasser.

Als es Zeit zum Abendessen ist, gibt es Pumpkin Soup und Gemüse. Als Übernachtungsmöglichkeit stehen uns ein Haus und eine Hütte mit getrenntem Schlafbereich zur Verfügung. Echter Luxus – denn ich habe mit einem großen Schlafraum für alle gerechnet…

Am Abend findet auch noch eine Hochzeitsfeier im Dorf statt. Deshalb gibt es in einer Hütte ein alkoholisches Getränk aus Reis namens Lao Hai, das in einem großen Krug serviert wird. Obenauf wird immer wieder Wasser geschüttet. Im Reis stecken mehrere Bambusröhrchen, aus denen jeder mal trinkt. Allerdings schmeckt das Getränk nicht sonderlich gut –  und deutsche Hygienevorschriften sollte man wohl mal komplett außen vor lassen 🙂

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