Von Vientiane nach Vang Vieng – auf ins „Backpacker-Paradies“

Um 09:30 soll mein Pickup für Vang Vieng kommen. Tatsächlich ist er schon um 9:00 da. Also nichts wie Beeilung! Im Minivan fährt noch ein Pärchen mit, das genauso ahnungslos ist wie ich: fahren wir jetzt zur Busstation? Oder wie soll das jetzt laufen? Nach ein paar Runden durch Vientiane ist der Minivan voll und wir düsen nach Vang Vieng.

Und das im wahrsten Sinne des Wortes! Rasante Überholmanöver gepaart mit dem freudigen Einsatz der Hupe, dass man jetzt überholt und alle anderen doch bitte zur Seite fahren. In Vang Vieng begebe ich mich erstmal auf die Suche nach einem Guesthouse, was erstmal ein paar Absagen bedeutet, da alles ziemlich ausgebucht ist. In einem schönen Guesthouse kostet die Nacht etwa 40 US-Dollar. Leider zu viel für mein Budget. In nächsten liegt der Preis bei 150.000 Kip. Nicht der Burner, aber zum Schlafen reichts 🙂

Hungrig ziehe ich los, um ein halbwegs ruhiges Restaurant zu finden und komme dabei am Fluss vorbei – HILFE!!! Nichts wie weg von diesen Menschenmassen. Ein paar Leutchen vor mir scheinen zielstrebig irgendwohin zu gehen – also mach ich das auch mal. Und lande in einem kleinen, ruhigen Waldstück, wo man sogar die Vögel zwitschern hören kann.

Bei einer kurzen Rast komme ich mit einem Berliner ins Gespräch, der auf die „Bergspitze“ geht. Klar – hört sich gut an. Da bin ich dabei! Also mit Flipflops über kaum gesicherte Karstfelsen zur Felsspitze. Nach kurzer Zeit meint mein großer rechter Zeh, dass er mal prüfen will, inwieweit denn die Felsen auch spitz sind – und schon habe ich mein Blutopfer dargebracht. Aber auf halber Strecke umkehren, geht ja gar nicht!

Nach etwa einer halben Stunde stehe bzw. sitze ich an der Felsspitze. Mit blutendem Zeh, leerem Magen und leichtem Zittern am ganzen Körper, denn der Aufstieg war ja nur die halbe Miete. Der Abstieg verlangt nochmals volle Konzentration. Alles geht gut und ich bin endlich unten! Dort trennen sich unsere Wege, da ich zurück ins Guesthouse und der Berliner lieber in die Höhle will. So kanns gehen. Und dann heißt es endlich: ESSEN!!! Nach einer heißen Dusche geht’s zum Österreicher, wo ich Reis-Spaghetti mit Tomatenragout und Minze esse. Lecker! Den traumhaften Sonnenuntergang gibt’s gratis dazu. Und von überall schallt die Musik.

Danach mache ich noch einen Abstecher ins Earth, das aus lauter recyclten Baustoffen besteht. Dabei lerne ich unter anderem eine nette Frau aus Brüssel kennen. Das restliche Grüppchen scheint eher aus den typischen Vang Vieng-Travellern zu bestehen: Rauchen, Saufen, Drogen…

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